„Für eine verbindende Vielfalt: Migration, Homosexualität und Transgender in der Schweiz“

* Um einen möglichst breiten Zugang zur Thematik zu ermöglichen, werden hier die Begriffe „Homosexualität“ und „Transgender“ verwendet. Im Projekt (Veranstaltung, Vernetzungsplattform & Workshops) werden ganz unterschiedliche Formen sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität berücksichtigt.

 

Öffentliche Veranstaltung und Podiumsdiskussion

Datum: Samstag, 10. Dezember 2016, Internationaler Menschenrechtstag

Zeit: 12h00 bis 16h00
Start mit interkulturellem Mittagsimbiss um 12h00, Schluss um 16h00
(Anschlussprogramm 16h00 der Kirchen, Amnesty International, ACAT und LGBT-Organisationen auf dem Rathausplatz (Cercle de Silence), 16h30 ökumenische Feier)

Ort: Haus der Religionen, Europaplatz 1, 3008 Bern

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei - Mittagessen gegen einen Solidarbeitrag von Fr. 10.00 pro Person.

 

Wegbeschrieb

Bis "Europaplatz" mit Bahn mit S1/S2 (ca. 3' ab Bahnhof Bern) oder mit Tram-Linien 7/8 (ca. 20')


Organisation

Verein Migration & Menschenrechte in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partner_innen wie Homosexuelle Arbeitsgruppen Bern HAB, Lesbenorganisation Schweiz LOS, Pink Cross, Transgendernetwork Schweiz, Gaypride Ouest, Verein Regenbogenfamilien.
Weitere Kooperationen: www.vielfalt.ch

 

Programm

- Musik von Msoke, Reggae-Musiker mit tansanischer Herkunft und Transgender-Erfahrung

- Inputreferate von ExpertInnen

- Vorführung Sensibilisierungsfilm Migration & Menschenrechte

- Podium mit Gästen und Diskussion

- Interkultureller Apéro und Mittagsimbiss

 

Gäste, Inputreferate und Podium

- Msoke, Reggae-Musiker mit tansanischer Herkunft und Transgender-Erfahrung

- Revathi Arumugam, LGBTI-Aktivistin, Autorin und Schauspielerin aus Indien

- Maria von Känel, Geschäftsführerin Verein Regenbogenfamilien

- Sanoja Thanabalasingham, Tänzerin, Transgender-Aktivistin und -Beraterin und Koordinatorin

- Szabolcs Mihalyi, Politologe, Vorstandsmitglied HAB, politisch engagiert und in der Quartiersentwicklung Bern Bümpliz/Bethlehem

- Anu Sivaganesan, Juristin, Präsidentin Migration & Menschenrechte

 

Hintergrund

«Mein Vater hätte lieber Krebs als einen schwulen Sohn», erzählte letztes Jahr ein junger Mann mit türkischem Migrationshintergrund in einer Schweizer Zeitung. Im gleichen Artikel kam auch ein homosexueller Mann kosovarischer Herkunft zur Sprache, der sicher war, seine Eltern würden ihn verstossen, sollte er sich zu seiner sexuellen Orientierung bekennen. Solche Aussagen wühlen auf.

Mit unserem Projekt „Vielfalt leben – Migration, Homosexualität, Transgender“ lancierten wir dieses in der Schweiz erstmals eine breite Debatte zum Thema Vielfalt im Kontext Migration, Homosexualität und Transgender. Denn: Wenn mehr als jede dritte Person in der Schweiz einen Migrationshintergrund hat und wenn Homosexualität überall vorkommt, dann sind nicht-mono-heterosexuelle Orientierungen auch unter Migrant_innen in der Schweiz kein Randphänomen.

Manche LGBTI-Personen mit Migrationshintergrund stossen in verschiedenen Herkunftsgemeinschaften bei uns auf Ablehnung. Anstelle von Relativierungen und Verharmlosungen sind Engagement und Aufklärung angezeigt – wie überall, wo es um Freiheitsrechte geht. Das Ziel muss jedoch Integration statt Ausgrenzung sein. Leider wird aber ein negativer Umgang konservativer Migrant_innen-Gruppen mit Homosexualität und diverser Geschlechtsidentität oft als „Gradmesser“ für eine „Rückständigkeit“ von Migrant_innen instrumentalisiert. Das grenzt aus und ist mit Blick auf homophobe Haltungen in auch Teilen der Schweizer Mehrheitsgesellschaft unangebracht.

Das Thema als gesellschaftlicher Spaltpilz? Das muss nicht sein. Deshalb möchten wir die Debatte über gegenseitige Akzeptanz und den Abbau von Vorurteilen am Samstag, 10. Dezember 2016 fortführen: Mit einem Mittagsimbiss, Inputreferaten und einem vielseitigen Podium.

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Öffentliche Abendveranstaltung und Podiumsdiskussion zu Migration, sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität
Premiere in Basel

„Vielfalt leben - Migration, Homosexualität, Transgender“

Wann: am Dienstag, 17. Mai 2016, Beginn 18h00 Internationaler Tag gegen Homophobie und Transphobie (IDAHOT)

Wo: Gundeldingerfeld, Launchlabs, Halle 8, Dornacherstrasse 192, 4053 Basel

Eintritt frei

Programm

Beginn 18 Uhr
Interkultureller Apéro zum Auftakt
Künstlerische Darbietung von Msoke (Reggae-Musiker mit Transgender-Erfahrung)
Download Flyer

Moderation
Patrick Rohr, Journalist, Fotograf und Moderator


Grusswort
Andreas Räss, Leiter Fachstelle Diversität und Integration Kanton Basel-Stadt


Gäste
Referierende mit Inputreferaten und Podium:
Msoke, Reggae-Musiker mit Transgender-Erfahrung und tansanischer Herkunft

Sibel Arslan, Nationalrätin Grüne, Grossrätin Basel-Stadt
„Parlamentarisch für Vielfalt: Chancen und Chimären“

Mehdi Künzle, Pink Cross Schweiz
„Think globally, act locally – internationale LGBTI-Bewegungen am Scheideweg“

Jakob Keel, Queeramnesty Schweiz
„Sexuelle Orientierung, Geschlecht (Intersex) und Geschlechtsidentität als Asylgrund“

Eylem Copur, Rechtsanwältin, promoviert im Bereich Diskriminierungsschutz bezüglich sexueller Orientierung 
„Mehrfachdiskriminierungen von nicht heterosexuellen Personen mit Migrationshintergrund: Eine rechtliche Perspektive“

Anu Sivaganesan, Juristin, Präsidentin Migration & Menschenrechte „Intimitätsrechte für alle: bleibt die Integrationspolitik stehen, während die Menschenrechte sich entwickeln?“

 

Wegbeschrieb
5 Minuten vom Bahnhof SBB, Ausgang Gundeldingen. Tram Nr. 15 Richtung Bruderholz, Haltestelle Tellplatz. Zu Fuss entlang der Bruderholzstrasse bis Kreuzung Dornacherstrasse, Dornacherstrasse 192 Haupteingang Gundeldingerfeld. Die Halle 8 Launchlabs ist ausgeschildert.


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